Floodpollution

Landschaftssysteme unterliegen einem ständigen Wandel durch klimatische und anthropogene Faktoren bzw. Eingriffe. Diese wirken sich beispielsweise durch erhöhte Sedimenteinträge und Sedimentationsraten auf Flusssysteme aus. Sedimente stellen somit ein Archiv der Vergangenheit dar, welches Informationen des Landschaftswandels speichert. Auch Schadstoffeinträge aus verschiedenen Epochen sind in diesem Archiv enthalten und geben über die Entwicklung anthropogener Eingriffe wertvollen Aufschluss.

Anhand von geologischen, morphologischen und ökotoxikologischen Untersuchungen sollen im Projekt Floodpollution historische und rezente Sedimente untersucht werden und als Referenzzustände dienen, um Schadstoffkontaminationen sowie deren Verlagerungen durch Hochwasserereignisse zu bewerten. In diesem Zusammenhang sollen Auswirkungen auf Auenrenaturierungen analysiert werden und Gründe für das Scheitern kostenintensiver Renaturierungsmaßnahmen gefunden werden. Diese Informationen können auch in Zukunft genutzt werden, um zu einer systematischen Verbesserung von Oberflächengewässern im Sinne der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) beizutragen.


Kontakt

Verena Esser, M. Sc.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Geographischen Institut

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Templergraben 55 | 52056 Aachen

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